Und warum du lieber Goethe statt Hesse zitieren solltest
Nicht, weil ich Hesse nicht mag, sondern, weil er später als Goethe gestorben ist, nämlich erst 1962. Seine Werke sind also bis Ende 2032 geschützt.
Das Urheberrecht erlischt erst 70 Jahre nach dem Tod des Autors! Die hat Goethe längst erreicht.
Was du beim Zitieren nicht vergessen darfst:
- Nenne den Autor bzw. die Autorin
- Gib den Gedichttitel (oder den Roman) an, aus dem dein Zitat stammt
- Gib den Text unverändert wieder
Vermeide diese Mini-Fallen beim Zitieren:
❌ Zitiere keine moderne (kommentierte oder bearbeitete) Ausgabe, da es hier Editorenrechte geben könnte. Das gilt auch für Übersetzungen.
✅ Überprüfe, ob es Erben des Urheberrechts gibt (ist bei Goethe nicht der Fall)
Du willst doch lieber Hesses Stufen zitieren?
Um das Urheberrecht nicht zu verletzen, richte dich nach dem Zitatrecht:
✅ Das Zitat muss kurz sein, ein einzelner Satz ist erlaubt.
❌ Eine halbe Buchseite ist in der Regel genehmigungspflichtig.
✅ Das Zitat muss eine inhaltliche Funktion haben (z. B. eine Stimmung erzeugen oder eine Erinnerung unterstreichen).
❌ Es darf nicht nur schmückendes Element sein.
✅ Du nennst in Klammern oder in einer Fußnote den Autor, den Titel des Gedichts (oder Romanes mit Seitenzahl) und das Erscheinungsjahr.
✅ Ein zusätzliches Quellenverzeichnis ist v. a. bei Sachbüchern üblich oder, wenn du viele Zitate benutzt.
So gehst du beim Zitieren richtig vor
Bei einem direkten Zitat
Hier darfst du nichts verändern. Kennzeichne es, indem du es in Anführungsstriche setzt und gib in Klammern (oder als Fußnote) den Autor, die Jahreszahl und die Seitenzahl an. Ich selbst setze noch den Buchtitel hinzu, um den Lesenden das Suchen zu erleichtern.
„Mit jedem meiner Worte sinkst du immer tiefer und tiefer in wunderbar weiche Wolkenfantasie. Du schwebst dahin und Fliegen ist einfach wunderbar.“
(Rauch in Entdecke deine Zauberkraft, 2021, S. 83)
Kennzeichne, wenn du zwischendurch etwas auslässt, mit drei Punkten in Klammern: […]. Achte dabei darauf, dass du den Sinn des Zitates nicht verfälschst.
„Schau, dein Lebensbaum hat kräftige Wurzeln, die tief in die Erde hinein ragen. […] Kein Sturm kann ihn umwerfen. Nicht einmal ein Riese. So stark ist dein Lebensbaum.“
Ergänzt du Worte, um den Zusammenhang zu erklären, setze diese in eckige Klammern: [Ergänzung].
„Sie [die Traumreise] hilft Kindern, einen Schutzmantel gegen Mobbing aufzu bauen.“
Bei einem indirekten Zitat
Wenn Du den Gedanken sinngemäß wiedergibst, dann erkläre das. Auch hier machst du die Angaben zum Zitat in Klammern oder als Fußnote.
In ihrem Buch erklärt die Autorin, dass sie den Baum des Lebens gewählt hat, damit Kinder das sichere und aufrechte Stehen verkörpern und damit direkt erleben können. (vgl. Rauch in Entdecke deine Zauberkraft, 2021, S. 81).
Wann brauchst du ein Quellenverzeichnis?
Wenn dein Roman nur ein paar Zitate enthält, brauchst du kein Quellenverzeichnis. Wenn du viele Zitate verwendest, ist es angebracht, besonders bei Sachbüchern. Hier machst du am Ende deines Buches folgende Angaben:
Nachname, Vorname (Jahr): Titel. Auflage. Ort: Verlag.
Rauch, Kerstin (2021): Entdecke deine Zauberkraft. 1. Auflage. Berlin: Zauberkraft Verlag
Und falls du jetzt neugierig auf die Schutzschild-Traumreise geworden bist, dann schreibe mir einen Kommentar oder eine Nachricht und ich schicke sie dir gerne zu. Oder hole dir mein Buch „Entdecke deine Zauberkraft“.
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